Lebenserwartung von Ratten - Wie alt werden Ratten?

Auch wenn es ein unangenehmes Thema ist: früher oder später muss man sich damit auseinandersetzen – die Lebenserwartung von Haustieren. 

Ratten haben im Vergleich zu anderen Haustieren wie Katzen und Hunden leider eine viel kürzere Zeit auf Erden mit uns.

Wir beantworten in diesem Beitrag die Frage: „Wie alt werden Ratten?“

In diesem Beitrag:

Kurz und Knapp: Lebenserwartung der Ratte

Lebenserwartung von Ratten

Lebenserwartung von Ratten - Wie alt werden Ratten?

Ratten haben eine geringe Lebenserwartung von nur ca. 1,5 – 3 Jahren. Damit leben sie deutlich kürzer  als andere Haustiere, wie Katzen und Hunde.

Katzen werden in der Regel bis zu 18 Jahre und Hunde bis zu 15 Jahre alt. Wobei es auch hier starke Abweichungen je nach Rasse sowohl nach oben als auch nach unten gibt.

Also: Wie alt können Ratten höchstens werden? Die Antwort ist: Bei perfekten Voraussetzungen und idealen Haltungsbedingungen werden Ratten bis zu 3 Jahre alt. Im Durschnitt aber eher 2 Jahre. 

Alterungsprozess - beginnt mit 1,5 Jahren

Bei Farbratten beginnt der Alterungsprozess bereits mit ca. 1,5 Jahren. Bemerkbar macht sich dieser äußerlich zunächst noch nicht. Als erstes reduziert sich die Leistung der inneren Organe. Dadurch wird beispielsweise die Verdauung langsamer und die Ratte wird zunehmend träger. 

Wenn eine Ratte altert wird sie also zunächst weniger spielen, mehr schlafen oder weniger fressen. Das wird einem als Halter kaum auffallen. Umso Älter das Tier wird, desto mehr Anzeichen des Alterungsprozesses erkennt man als Halter dann auch.

Alterungsprozess erkennen - Auf diese Zeichen musst Du achten

Normalerweise kennst Du deine Ratten als muntere Flummis, die wie wild durch das Gehege rennen. Aber irgendwie hast Du das Gefühl, dass sich Krümel & Smoky immer mehr zurückziehen und nicht mehr so aktiv sind, wie früher einmal – so war es jedenfalls bei mir…

Krümel und Smoky waren meine zwei Rattenherren – auch Rattenböcke genannt. Bei ihnen konnte ich vor allem struppigeres Fell beobachten, umso älter sie wurden. Angeblich werden männchen auch etwas buckeliger – so war das bei den beiden aber zum Glück nicht. Grund hierfür sind wohl Gelenkversteifungen

Leider ereilte die beiden dennoch ein aus meiner Sicht schlimmeres Schicksal: Sie entwickelten beide einen Tumor im Bauchraum. Dieser wuchs innerhalb kürzester Zeit stark an. Der Tierarzt hatte mir damals dazu geraten die beiden einschläfern zu lassen – zuerst Krümel und einige Wochen später dann auch Smoky. 

Bei weiblichen Ratten sind Tumore (Mammatumore) auch ein Anzeichen von Alterung – hier sind Sie jedoch meist nicht Lebensbedrohlich. Sie entwickeln sich an den Geschlechtsorganen bzw. im Genitalbereich und an den Zitzen. Wenn diese Tumore das Tier nicht einschränken, herrscht in der Regel kein Handlungsbedarf.

Übersicht: Top 10 Alterungserscheinungen von Ratten

1. Weniger Abenteuerlust und ruhiger

Mit zunehmenden Alter werden Ratten deutlich ruhiger und ziehen sich gerne mal in ihrer gewohnten Umgebung zurück.

2. Routiniertes und desinteressiertes Verhalten

Alternde Ratten bleiben lieber in ihren Routinen und zeigen anderen Ratten und dem Halter gegenüber häufig Desinteresse.

3. Mehr schmusen und kuscheln

Einige Ratten suchen im Alter mehr Nähe zu ihren Besitzern und schmusen und kuscheln mehr, als vorher.

4. Struppigeres/Stumpferes Fell

Besonders Rattenmännchen bekommen im Laufe ihres Lebens stumpferes und/oder struppigeres Fell.

5. Steife Gelenke / Buckel

Steife Gelenke oder ein Buckel sind auch eher ein Symptom eins gealterten Rattenmännchens.

6. Gewichtsreduktion

Im Alter nimmt der Appetit der Nager deutlich ab. Daraus resultiert eine entsprechende Gewichtsreduktion

7. Tumore

Ratten bekommen im Alter schnell Tumore. Gerade Weibchen leiden sehr oft unter speziellen Mammotumoren.

8. Sinnesschwäche

Die Sinne der Ratte werden wie bei allen Tieren auch während des Alterungsprozesses schwächer: Hören, riechen schmecken, sehen und fühlen.

9. Fellpflege wird schlechter

Alten Ratten fehlt schlicht die Energie um ihr Fell gut zu pflegen.

10. Lange Krallen und Zähne

Aufgrund der geringeren Aktivität und des geringeren Appetits wachsen die Krallen und Zähne länger.

Beschwerden von alten Ratten

Umso älter eine Ratten wird, desto stärker und häufiger treten die verschiedenen Alterserscheinungen auf. Diese können die Nager so stark beeinflusse, dass sie Hilfe vom Halter oder anderen Nagern benötigen. 

Man kann zum Beispiel beobachten, dass ältere Ratten von jüngeren Tieren des Rudels

 geputzt werden oder dass sie ihnen Nahrung bringen. Hier kann man wieder das bereits erwähnte gute sozialverhalten von Ratten als Haustier erkennen.

Konkrete Beschwerden von alten Haustierratten sind: Orientierungslosigkeit, Unbeweglichkeit, Hinterhandlähmung, Appetitlosigkeit, Schlechter Allgemeinzustand, Unreinheit, Ungepflegtheit.

Wenn bei deinen Ratten solche Beschwerden auftreten, solltest du entsprechend handeln und eine Altersgerechte Umgebung schaffen.

Altersgerechte Umgebung schaffen

Sobald einige Deiner Ratten ein höheres Alter erreicht haben, also 1,5 Jahre oder älter sind und langsam erste Anzeichen des Alters zeigen, wird es Zeit die Umgebung etwas anzupassen.

Es gilt: Tiefe Stürze vermeiden. Futter an zugänglicheren Orten platzieren. Erreichbare Kuschelplätze einrichten.

Um tiefe Stürze zu vermeiden baut man den Käfig im Idealfall etwas um. Mehrere Etagen sind ab einem Gewissen Alter für Ratten mehr Fluch als Segen. Du solltet die Etagenzahl auf maximal 2 reduzieren. Dabei könntest Du auch in Erwägung ziehen, offene Brücken und Ebenen mit einem Zaunelement abzusichern.

Das Futter sollte immer zugänglich sein. Eine Altersschwache Ratte wird sich schwer damit tun den Futternapf im 3. Stock zu erreichen – ich denke dabei immer an meine Großeltern – die wollen auch auch keine Treppen mehr steigen.

Als Altersgerechte Schlafplätze eignen sich Kleintierhängematten sehr gut. Du kannst aber auch eine selber basteln – lasse deiner Fantasie gerne freien lauf. Hauptsache der Schlafplatz ist Sicher!

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